PLÄDOYER FÜR EINE NEUE LESART
Wer in Supervision und Coaching mit narrativen Formaten arbeitet, kennt die Versuchung der Heldinnenreise – und ihre Fallstricke: die unreflektierte Übernahme eines linear-heroischen Musters, das systemische Zusammenhänge in individuelle Bewahrungsgeschichten verkürzt.
Das Buch nimmt diese Kritik ernst und macht sie zum Ausgangspunkt einer grundlegenden Neubestimmung: Die Heldinnenreise wird hier nicht als Methode gelesen, sondern als narratives Prisma – als Bild dafür, wie sich im Erzählen selbst das systemtheoretisch beschriebene Wechselspiel von Erleben und Beobachten bricht und in ein Spektrum möglicher Deutungen auffächert.
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