Archetypen der Heldenreise als Kartenset zum kostenlosen Download

12 Archetypen für die systemische Beratung

Die 12 Archetypen sind mir bei der Beschäftigung mit der Heldenreise natürlich immer wieder über den Weg gelaufen. Ich habe die „Truppe“ einmal etwas genauer inspiziert und für mein supervisorisches Tun in eine visualisierte Form gebracht. Das Zeichnen der Archetypen war eine schöne Möglichkeit, sich intensiv mit den unterschiedlichen „Ur-Figuren“ auseinanderzusetzen.

Die Archetypen lassen sich hervorragend für Supervision und Coaching nutzen!

In Märchen, Mythen und Erzählungen tauchen immer wieder ähnliche Charaktere auf. Nach Jung repräsentieren sie allgemeine psychische Strukturen. Carol S. Pearson hat mit Rückgriff auf vor allem J. Campbell und J. Hillman ein Modell von 12 Archetypen entwickelt, anhand dessen sich Menschen und Gruppen weiterentwickeln können.

  • Der Unschuldige
  • Der Weise
  • Der Entdecker
  • Der Rebell
  • Der Zauberer
  • Der Held
  • Der Liebende
  • Der Narr
  • Der Jedermann
  • Der Beschützer/Betreuer
  • Der Herrscher
  • Der Schöpfer

(Ich habe in meinem Kartenset 12 weitere Karten mit weiblichen Titeln und zum Teil angepassten Zeichnungen beigefügt).

12 Archetypen in Bildern zum kostenlosen Download

Für alle Archetypen habe ich Karten gestaltet, die man (kostenlos) ausdrucken und für die Klient*innen offen auslegen kann. Sie sind bewusst simpel gehalten und benennen neben dem Titel und Wert auch weitere Eigenschaften. Die Karten sind in einem farblichen Rahmen gefasst, um eine weitere Sortierungsmöglichkeit anzubieten. Denn die 12 Archtypen können wiederum in vier Ziel- oder Sehnsuchts-Cluster subsumiert werden:

  • Erfüllung (Sehnsucht nach dem Paradies)
  • Veränderung (Spuren hinterlassem)
  • Verbindung (Beziehungen zu anderen pflegen)
  • Ordnung (Struktur verleihen)

Archetypen nach C.G. Jung in der Kreisübersicht

Auch als Nicht-Therapeutin lohnt es sich, mithilfe der Archetypen eine Methode anzubieten, mit der ein umfassenderes Bewusstsein der eigenen Persönlichkeitsanteile oder auch Gruppenzusammensetzung erlangt werden kann. Denn das Modell der Archetypen muss nicht unbedingt psychoanalytisch angewandt werden. Es dient auf ganz leichte Weise, schlummernde Ressourcen freizulegen und (neu) zur Geltung kommen zu lassen. Persönliche Ziele und Überzeugungen werden greifbarer und gewinnen an Gestalt.

Story-Telling meines Selbst

Mit den Archetypen lässt sich die ganz persönliche Geschichte erzählen: Wer bin ich? Welchen Abenteuern stehe ich gegenüber? Was bringe ich mit, um meinen Schatz zu finden? In der Beschäftigung mit den Archetypen werden Menschen dabei unterstützt, alternative Denk- und Handlungsmuster zu gestalten und auszuprobieren: Mit der bewussten Kenntnis meiner Werte, Überzeugungen und Fähigkeiten werde ich Herausforderungen überzeugter angehen. Die (wieder-) entdeckten Ressourcen geben Kraft und Zuversicht für den einzuschlagenden Weg.

Darüber hinaus helfen die Archetypen (ähnlich der Methode des „Inneren Teams“) versteckte oder verborgene Persönlichkeitsanteile zu entdecken und stärker zum Vorschein zu bringen.

Auch für Teams stellen die Archetypen eine inspirierende Quelle da: Sie ermöglichen es, ein Team als verschworene Held*innen-Gemeinschaft zu interpretieren – mit sehr unterschiedlichen Kräften, Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Verschworene Held*innen-Gemeinschaft

Eine erste Anwendungsmöglichkeit besteht darin, die Karten auszulegen und die Teilnehmenden einzuladen, eine für sich selbst am ehesten passende Karte zu wählen. Neben dieser möglichen Selbsteinschätzung können sich Teilnehmende auch gegenseitig Karten zuordnen (im Sinne eines Feedbacks) und sich gegenseitig wertschätzende Fähigkeiten zusagen.

In Teams bietet es sich dann an, die Unterschiedlichkeiten und Ergänzungen hervorzuheben. So kann sich das Team im übertragenen Sinn als „verschworene Held*innen-Gemeinschaft“ verstehen, die über eine Vielzahl unterschiedlicher Kräften, Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügt. Die Archetypen legen dabei durchaus mögliche Konfliktlinien offen, die sich aus den unterschiedlichen Überzeugungen ergeben können. Diese müssen dann nicht nivelliert werden. Vielmehr erscheinen sie nun mitunter nachvollziehbarer und es können neue Arrangements und Vereinbarungen getroffen werden.

5 Kommentare

Archetypen als Karten. Diesen Wunsch unterstütze ich

Brigitte geissler-piltz

Fände ich auch super.
Die Matrix zurn Einordnung fände ich auch interessant (die auf eine Flipchart zu malen ist schon sehr aufwändig…)

klaus

Ich würde mich sehr über eine gedruckte Version der Karten freuen! 😊

Ruth Schmitz-Eisenbach

Danke für die Rückmeldung! Mal sehen, was noch so für Reaktionen kommen, aber im Moment geht die Tendenz wohl zum Druck. Ein paar Anpassungsvorschläge habe ich auch schon bekommen!

Helmut

Hallo. Es wäre cool wenns dieses Set auch gedruckt geben würd.

Lg

Georg Alexander Wagner

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