Große Gedanken

Große Gedanken

Gestern kam die Mail rein: Die Anmeldung für den Ironman Hamburg ist ab sofort geöffnet.

Puh. Einerseits hatte ich darauf gewartet. Andererseits wird mir plötzlich klar, dass Träumen doch etwas völlig anderes ist als die harte Wirklichkeit: Soll ich wirklich noch einmal eine Langdistanz auf mich nehmen? Klar, hinter der Ziellinie gibt es kaum etwas schöneres. Aber einen Marathon nach 180km Radfahren und 3,8km Schwimmen zu laufen, ist ab der Hälfte dann doch mit das Zäheste, das ich bisher erlebt habe.

Vielleicht ist es auch der aktuelle Magen-Darm-Infekt, der mich seit zwei Tagen ausbremst. Es ist schon erstaunlich, dass der Sehnsuchts-Pegel in Bezug auf Bewegung sofort steigt, sobald man nicht Sport machen kann. Heute hätte ich nämlich einen Wettkampf gehabt. Eine Olympische Distanz (also 1,5km Schwimmen, 40km Radfahren und 10km Laufen). Das war in meinem Zustand nicht möglich zu leisten und sicherlich auch nicht gesundheitsfördernd.

Also sitze ich hier enttäuscht vor einer klappernden Tastatur und versuche, meinen Frust zu kompensieren.

Soll ich mich in Hamburg anmelden? Im Moment hätte ich schon Lust, auf den Anmelde-Knopf zu klicken. Die aktuelle Situation schreit ja nach Bewegung! Hinzu kommen sicherlich die Bilder vom Ironman Frankfurt am letzten Wochenende. Und spätestens morgen, wenn das Rennen in Roth startet, bin ich vermutlich so schwach, dem Drang nachzugeben.

Der Klick auf den Button ist die Eintrittskarte ins Traumland – bis es dann im Herbst mit dem Training wieder losgeht.

Ohje: Und wenn ich an die langen Einheiten und vollen Trainings-Wochenenden in der letzten Trainingsphase vor dem Wettkampf denke, kommen doch wieder die Zweifel, ob so eine Entscheidung wirklich gut ist.

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